Anna & Aika – der Weg zum Assistenzhund-Team
Anna und Aika – am Anfang ihrer Grundausbildung mit dem Ziel, ein Assistenzhund-Team zu werden
Die Tage hatten Anna und Aika ihr erstes „Indoor“-Training: Während es draußen sehr heiß war, sind wir durch ein kühles, ruhiges, kleines Einkaufszentrum gelaufen. Man merkte Aika deutlich an, dass sie diese Umgebung stark irritierte. Aber wir arbeiten ja aktuell noch an der Umweltsicherheit, also Augen zu und durch!
Bei den glatten Treppen war Aikas erste Idee, diese so schnell wie möglich hinter sich zu bringen und stürmte voran. Das ist natürlich nicht gewollt und auch gefährlich.
Also hieß es für Anna: Lasse Aika warten, gehe 3-4 Stufen voran, rufe sie zu dir und verhindere, dass sie an dir vorbei stürmt. Und wie man sieht, hat das nach kurzer Zeit schon ganz ordentlich geklappt. Jetzt heißt es dranbleiben!
Warum Anna Aika zwischendurch durch ruhiges aber bestimmtes Auffordern über die Leine zum Weiterlaufen bewegen soll? Ganz einfach: Anna soll die Verantwortung übernehmen und sich nicht von Aikas Sorgen über die Umwelt anstecken und dadurch von Aika ausbremsen lassen! Das macht man natürlich nur, wenn man garantieren kann, dass dem Hund dabei nichts passiert. Würde Aika in so einem Fall z.B. die Treppe herunterfallen, wäre das ziemlich doof und erledigt wäre das Thema mit dem Vertrauen. Hier heißt es also Fingerspitzengefühl zeigen, Hund und Halter nicht über- aber gezielt fordern!
Auf dem Rückweg sieht man deutlich, wie anstrengend es für Aika war: Sie hat Stressschuppen auf dem Kopf und lässt auch sonst so ziemlich alles hängen beim Laufen.
Und nein, wir „quälen“ Aika nicht. Aber wir bringen sie gezielt in anstrengende Situationen, so dass sie „das echte Leben kennenlernt“, denn Aika ist mit ordentlichen Ängsten zu Anna gekommen. Und wenn Aika mal ein Assistenzhund werden soll, dann MUSS sie solche Situationen entspannt und souverän meistern können! Apropos meistern: Übung macht ja bekanntlich (in vielen Fällen) den Meister!
Gut gemacht, Anna und Aika!







